Überlastetes Straßennetz

Einleitung

Die Autodichte weltweit nimmt immer weiter zu. Deutschland verzeichnet 555 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner und ist damit sogar nur im Mittelfeld Europas. Durch den innereuropäischen Freihandel steigt der Gütertransport ebenfalls stetig. Dazu kommen die immer weiter vernachlässigten Fahrbahnen und Brücken, für die einfach kein Geld für die Sanierung vorhanden ist, und selbst wenn das Geld da ist, werden die Straßen gesperrt und Stau ist vorprogrammiert.

Stau, ein langes Problem

Wer denkt, das sei ein rein deutsches Problem: Deutschland liegt nach einer Studie auf Platz sechzehn der bestausgebauten Straßennetze der Welt. Singapur und die Schweiz teilen sich Platz eins.

Der am längsten andauernde Stau der Geschichte war übrigens in China. Auf 100 Kilometern zwischen Tibet und Peking bewegte sich für zwölf Tage gar nichts mehr. Rettungskräfte und Freiwillige verteilten Wasser und Lebensmittel an die Fahrer.

Aber das war nicht einmal der längste Stau der Geschichte. Der längste Stau Europas war zwischen Paris und Lyon im Jahre 1980, als der Ferienverkehr das Netz lahm legte. Rekordverdächtige 176 Kilometer Stau. Aber selbst diese Straßenverstopfung schrumpft im Vergleich zu Sao Paulos Rekordstau während des ersten Tages der Fußballweltmeisterschaft: 350 Kilometer Stau im gesamten Stadtbereich.

Dazu kommt noch der alltägliche Stau, besonders in Ballungsgebieten und Großstädten. Die A1 und A2 im Ruhrgebiet sind berüchtigt für ihre scheinbar nie endenden Staus. Feierabendverkehr legt gerne einmal den Stadtverkehr lahm und wer schon mal in der Rush Hour gestanden hat, der weiß, wie verstopft die Straßen sein können.

Gründe für das Verkehrschaos

Es gibt im Ingenieurswesen und Stadtplanerbereich verschiedene Formeln, die das Problem mathematisch darstellen und Möglichkeiten, den Verkehrsfluss zu beschleunigen. Oftmals fehlt dafür aber entweder der politische Wille, das Geld oder der Platz. Viele der angedachten Verbesserungen passen einfach nicht in die Städte. Die Straßen müssten erweitert werden. Dadurch verengt sich der Bürgersteig oder ganze Gebäude müssten sogar abgerissen werden.

Besonders in der Städteplanung gibt es einige Optionen, um den Autoverkehr zu beruhigen. Der Ausbau von Fußgänger- und Radwegen ist oft im Gespräch. Dabei sollen zum Beispiel Fußgängerwege abseits des regulären Straßennetzes gebaut werden. Diese müssen allerdings attraktiv gestaltet sein und zumindest eine gefühlte Zeitersparnis aufweisen. Dabei spielt auch die Ausleuchtung eine große Rolle. Die Gehwege müssen auch nachts gut beleuchtet sein. Einerseits verringert dies die Verbrechensrate, andererseits wird auch die gefühlte Sicherheit erhöht. Ebenfalls werden bei solchen Projekten auch Parks und Spielplätze mit einbezogen.

Was kann man aber als Privatperson machen? Es gibt die Alternativen des öffentlichen Verkehrs und natürlich Optionen wie Fahrrad fahren oder sogar Carsharing.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.